Symptome erkennen und bewerten

Obwohl es noch etwas dauern wird, bis eine richtige Diagnose feststeht, bin ich persönlich zu 95% überzeugt, dass bei mir ein Asperger-Syndrom vorliegt. Einerseits, weil ich auf den bekannten Befund vertraue (ich verstehe nicht, warum die Ärzte trotz eines „sehr wahrscheinlich“ auf die erste Seite „Verdacht“ draufschreiben o.O), andererseits, weil ich mich mich penibel mit der Symptomatik beschäftigt habe – mein Wissen habe ich nicht nur von medizinischen Seiten, sondern auch von persönlichen Erfahrungen anderer Betroffener. Hier ist nun eine mehr oder weniger genaue Ausführung meiner Symptome, die meines Erachtens auf ein Asperger-Syndrom hinweisen.

-Soziale Auffälligkeiten: Ich hatte schon immer Schwierigkeiten, Freunde zu finden und mich in einen sozialen Verband (z.B. Schulklasse) richtig zu integrieren. Bis zur 8. Klasse (also bevor ich nach Görlitz gezogen bin), war das besonders schlimm – ich hatte keine Freunde und wurde teilweise sogar gemobbt. Das wird zum einen an meinen Lebensumständen gelegen haben (Heimkind + ausländische Abstammung), aber auch an meiner Wirkung nach Außen hin (dazu später mehr). Auch habe ich bis heute nie aktiv den Kontakt zu anderen Menschen gesucht, obwohl ich eigentlich recht offen und zuvorkommend bin.

In der neuen Schule habe ich dann 2 Freunde gefunden, die mich quasi „bei sich aufgenommen“ haben – wir hatten ähnliche Interessen und auch die Beiden waren eher „für sich“ unterwegs. Doch nachdem ich mein Abitur abgeschlossen hatte und aus der Schule raus war, ging der Kontakt immer stärker verloren, obwohl wir uns zuvor wirklich gut verstanden hatten. Beim surfen auf Facebook und co habe ich zwar in den letzten Jahren gemerkt, dass mir der soziale Kontakt fehlt und ich spürbar darunter leide, keine Freunde zu haben, doch ich konnte mich nie überwinden, aktiv etwas dagegen zu tun. Parties, Clubs und all die Plätze/Gelegenheiten, wo man gewöhnlicherweise Gleichgesinnte/Gleichaltrige trifft, meide ich aufgrund der hohen Reizbelastung (s.u.).

Auch was Liebesbeziehungen angeht, „tanze ich aus der Reihe“. Ich bin 21 und kam noch nie in den genuss einer festen Beziehung, geschweige denn eines Kusses. Immer, wenn ich mal ein Mädchen gut fand, habe ich mich (aus mir bis heute unbekannten und unverständlichen Gründen) extrem ungeschickt angestellt – nahezu jedesmal ging es darauf hinaus, dass am Ende die ganze Klasse Bescheid wusste, dass ich in x oder y verknallt bin, und ich war der „Dumme“. Mit 15 habe ich mich zum ersten mal richtig, richtig verliebt. Nur war meine „Angebetene“ leider schon mit einem Älteren zusammen. Es kam wie es kommen musste, ihr Freund hat herausgefunden, dass ich etwas für sie empfinde und hat mich, mild ausgedrückt, ordentlich zurechtgewiesen. Seitdem bin ich Frauen gegenüber komplett verschlossen – allerdings merke ich bis heute, 6 Jahre nach diesem Ereignis, dass ich dieses Mädchen nie ganz vergessen habe. Ich vermisse sie immer noch, doch gleichzeitig respektiere ich, dass sie ein eigenes leben führt. Ich weiß nicht, ob andere Betroffene auch so sehr an „fremden“ Menschen hängen – an meiner Persönlichkeit ist es mir zumindest aufgefallen.

Ich schrieb bereits über Freunde und Liebe – nun kommt noch etwas mehr „Allgemeines“, was mich aber aktuell stark auszeichnet. Wie schon im Befund beschrieben, komme ich besser mit Erwachsenen klar – die Masse der Gleichaltrigen (besonders Männer) erscheint mir einfach zu ausgelasssen, vehement, „gesellig“, als dass ich mit ihnen in Kontakt treten könnte. Die meisten Leute sind ohnehin gleich in Gruppen unterwegs – fast nie kann man mit jemandem alleine oder wenigstens zu zweit reden (obwohl 2 Leute für mich auch schon zuviel des Guten sind).

Oft liest man auf den einschlägigen Seiten, dass viele (Asperger-)Autisten keinen Blickkontakt halten. Wie das bei mir ist, kann ich nur schwer einschätzen (schließlich frage ich bei einem Gespräch nicht alle 5 min „schaue ich Ihnen/Dir in die Augen oder nicht?“), doch es gibt bei mir, meiner Meinung nach, einige Aspekte, die unter „Beinträchtigung nicht-verbaler sozialer Verhaltensweisen“ (DSM-IV) fallen. Am auffälligsten dürfte mein Gesichtsausdruck sein. Ich will hier jetzt (noch) keine Fotos veröffentlichen, aber einige Betroffene werden vielleicht verstehen, was ich meine. Meine Miene wirkt im „Ruhezustand“ auffallend ernst, kühl, berechnend. Kein Lächeln, wenig Informationen über meine Gefühlslage. Eine Erzieherin hat es mir gegenüber mal so formuliert: „Es ist, als würde der Teufel aus dir herausschauen.“ Das war sicher etwas übertrieben, doch von den Grundzügen trifft das zu. Darüber hinaus habe ich oft (besonders beim Sitzen/Warten) eine recht steife, angespannte Körperhaltung – ich kann mich eben nicht locker auf ein Sofa „fläzen“.

Ein weiterer wichtiger Punkt im sozialen Feld betrifft die emotionalen Aspekte. Der gebildete Mensch sollte bekanntlich wissen, dass Betroffene mit Asperger-Syndrom durchaus Emotionen empfinden, aber teils immense Schwierigkeiten haben, sie zu offenbaren bzw. mit anderen Menschen zu teilen. Bei mir zeigt sich das beispielsweise durch die oben beschriebene „auffällig unauffällige“ nonverbale Kommunikation, aber auch dadurch, dass ich in manchen Situationen „unangemessen“ reagiere,  beispielsweise wenn viele Gefühlsregungen aufeinanderprallen – Angst, Trauer, Furcht, Sorge – dann kann ich äuußerst impulsiv reagieren (in wirklich heftigen Situationen auch mit Autoagressionen) oder aber auch komplett auf „Durchzug“ schalten und das Gefühlschaos ignorieren. Auch reagiere ich sehr, sehr oft nicht emotional, sondern rational, logisch und sehe eine Sache von mehreren Blickwinkeln aus. Wenn ich z.B. in den Nachrichten höre, dass immer mehr Menschen wegen Trunkenheit am Steuer sterben und die Verantwortlichen darüber nachdenken, in jedes Auto ein in das Zündschloss integrierten Alkomaten (Wagen startet nur bei 0,0 Promille) einzubauen, dann finde ich das natürlich eine sehr gute Idee, um Unfälle durch Alkoholeinfluss zu verhindern. Aber automatisch kommt dann bei mir auch der Gedanke, dass dadurch ja enorm hohe Kosten auf die Kfz-Hersteller zukommen und es unklar ist, ob sich das überhaupt lohnt. Also kurz gesagt – wenn ich mich entscheide, dann in 90% rational, seltenst lasse ich mich durch Emotionen leiten.

-stereotypische Verhaltensweisen/Aktivitäten/Interessen:
hier sind mir auch einige Dinge aufgefallen, die auf AS hinweisen. Ich habe seit jeher relativ eng eingegrenzte Interessen: Technik, Medizin, Geographie, (seit Kurzem) Musik. Über die Jahre hinweg verschob sich meine Aktivität mal in die eine, mal in die andere Richtung (z.B. beschäftige ich mich intensiv mit Musik erst seit ca. 2 Jahren), doch diese Kerngebiete sind nach 10 Jahren noch dieselben. Auch innerhalb dieser habe ich wenig Drang, neue Dinge kennenzulernen. Beispiel Musik: ich schwärme sehr für klassische Musik und höre gerne Musik vom großen Dmitri Schostakowitsch. Er hat 15 Sinfonien geschrieben, von denen ich allerdings nur 3 kenne und höre. Zu seinen anderen Sinfnien „zieht“ es mich einfach nicht. Dafür
gefallen mir diese 3 Sinfonien umso mehr – ich höre sie wahrscheinlich intensiver, als ich sie hören würde wenn ich noch die 12 anderen kennen würde. Genau so ist es auch in anderen Interessensgebieten. Ich interessiere mich gaaaanz allgemein für äußerst viel und springe auch mal zwischen verschiedenen unterschiedlichen Gebieten hin und her, aus einem Gebiet beschäftige ich mich mit einem speziellen Thema (z.B. Musik-Schostakowitsch, Geographie-Sibirien), aber wenn ich mich mit etwas beschäfige, dann vertiefe ich mich wirklich extremst in dieses Thema. Und ich hasse es, wenn ich bei der Ausübung meiner Interessen gestört werde, dann kann ich auch mal ganz schön „pampig“ werden.

Oft kommt es bei mir vor, dass ich in meinem Kopf ein bestimmtes (klassisches) Musikstück abspiele und dazu meinen Körper bewege. Mal bewege ich nur meine Hände/Finger, wie auf einer Klaviatur, oder ich „tanze“ ausgelassen mit dem ganzen Körper (bei Strawinski’s „Le Sacre du Printemps“ könnte ein Zuschauer denken, ich hätte einen Anfall). Allerdings mache ich diese rhytmischen Bewegung nur, wenn ich alleine bin bzw. mich unbeobachtet fühle. Es würde ja auch etwas „schräg“ aussehen, wenn ich im Bus über Kopfhöhrer ein tolles Paukensolo höre und plötzlich meinen kopf hin und her werfe.

Den Großteil (geschätzte 80-90%) meiner Freizeit verbringe ich am Computer mit Onlinespielen, Recherche (Bildung) oder Musik/Notensatzsoftware. Für mich ist auch die Kommunikation über Chat/E-Mail angenehmer als z.b. Telefonieren, da man mehr Zeit hat, um auf seinen Gesprächspartner zu reagieren. Oft kommt es bei mir z.B. vor, dass ich am Telefon nicht weiß, ob „ich an der Reihe“ bin, d.h. ich weiß nicht ob ich jetzt sprechen soll oder der Gegenüber noch etwas hinzufügen möchte. Daher regel ich, soweit es die Umstände erlauben, z.B. viele meiner Arzttermine über E-Mail.

Noch etwas, was man zu Stereotypie zählen könnte: sehr viele Dinge führe ich nach einem bestimmten Muster aus bzw. auf meine eigene Art, so wie „es für mich am besten passt“. Wenn ich z.B. abends die Medikamente für meine kranke Mutter in den Tabletten-Dispenser lege, achte ich sorgfältig darauf, die Tabletten von den „Metallblättchen“ symmetrisch auszudrücken. Und wenn ich z.B. 2 Tabletten für morgens in den Dispenser geben muss, dann nehme ich immer 2, die sich parallel gegenüber liegen. Oder beim Einkaufen: Die Artikel/Lebensmittel haben im Einkaufswagen und auch an der Kasse auf dem Förderband immer eine bestimmte Reihenfolge – z.B. sorge ich immer dafür, dass mein Einkauf auf dem Förderband möglichst kompakt aussieht, dann können sich schonmal 3-4 Lagen übereinander stapeln. Es gibt zahlreiche solcher Beispiele, bei Gelegenheit schreibe ich mal etwas ausführlicher darüber. Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt meiner Persönlichkeit ist das Reisen. Ich habe bereits im vorherigen Eintrag geschrieben, dass meine erste Auffälligkeit das wiederholte Entweichen von zu Hause war (ein gewöhnlicher 9-jähriger macht sowas einfach nicht). Das Reisen, vor allem mit Bus und Bahn, hat mir schon immer eine besondere „Freude“ bereitet.  Auch vor 2 Jahren, als ich aufgrund meiner Kündigung depressiv wurde, begann ich wieder mit dem Zug durch Deutschland zu Reisen (diesmal jedoch mit Fahrkarte, was schnell mein Geld verschlang) – ich empfinde das so, dass mich dieses ganze Zug-Bahnhof-Szenario auf eine schwer nachvollziehbare Weise beruhigt. Normalerweise werde ich bei vielen gleichzeitigen Reizen schnell überfordert, doch auf Bahnhöfen und in Zügen behalte ich „ganz natürlich“ den Überblick. Auch jetzt sehe ich mir z.B. sehr gerne Videos von Führerstandmitfahrten im Internet an.

-Sprachliche Besonderheiten: Hier muss ich anmerken, dass ich zweisprachig (deutsch-polnisch) aufgewachsen bin, näheres dazu im Befund. Während meiner Zeit im Kinderheim ist aufgefallen, dass ich oft auf eine (Zitat von den Erziehern) „altkluge“ Weise spreche – geschwollen, pedantisch, überzogen „korrekt“. In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass ich in Stresssituationen dazu neige, zu stammeln oder gar zu stottern (nicht immer, aber ich ertappe mich ab und zu dabei). Auch heute benutze ich kaum Umgangs-/Jugendsprache, dafür aber oft weit hergeholte Metaphern, die meine Gesprächspartner nur schwer verstehen.

-motorische/sensorische Aspekte: Seit jeher zeigten sich bei mir motorische Probleme – Ungeschicktheit, „Tollpatschigkeit“, wenig Elan bei sportlicher Betätigung. Meine Ungeschicktheit war es wahrscheinlich auch, wegen der ich meine Ausbildungsstelle verloren habe. Aufgrund der teils sehr starken Reizbelastung bei Sport bevorzuge ich auch eher ruhige Sportarten (ich war z.B. 3 Jahre lang aktiv im Bogensportverein tätig). Sensorisch zeigen sich bei mir in mehreren Punkten Auffälligkeiten. Ich bin gegen helles Licht ziemlich empfindlich, weswegen ich z.B. abends zum PC nur meine kleine Schreibtischlampe anschalte. Auch im Sommer wird mir das helle Sonnenlicht sehr schnell lästig, weshalb ich zu dieser Zeit ungern nach draußen gehe. Dafür habe ich aber ein ausgezeichnetes photographisches Gedächtnis und komme z.B. in fremden Städten, die ich nur aus Google Maps kenne, sehr gut zurecht. Schwieriger sieht es da mit akustischen Reizen aus. Bei Höreindrücken bin ich oft Impulsresteuert, damit meine ich, dass wenn ich ein Geräusch höre, mich sofort in Richtung der Schallquelle wende. Viele Geräusche, die durcheinander klingen, überfordern mich oft. Laute oder persistente Geräusche bereiten mir fast schon Qualen (z.B. Kinder-/Babygeschrei). Darüber hinaus besteht bei mir eine gewisse Form von Kälteempfindlichkeit. Schon Temperaturen von 10 Grad abwärts empfinde ich teilweise als unangenehm bis bitterkalt.

Das ist das Wichtigste an Zeichen, die ich durch Selbstbeobachtung festgestellt habe…vielleicht findet ihr ja (als Betroffene) einige Parallelen zu euch. Wenn ihr fragen habt oder etwas anmerken möchtet, schreibt einfach einen Kommentar 😉

PS: Falls mir noch etwas zu meinen Symptomen einfällt, aktualisiere ich den Beitrag 😉

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Wenn dich die Vergangenheit einholt

Vor Kurzem habe ich eine Nachricht erhalten, die meine Sicht auf mein Leben weitreichend verändert hat. Damit ihr meine Geschichte besser versteht, fange ich ganz von vorne an.

Mit 9 Jahren begann ich von zu Hause wegzulaufen, immer nach demselben Muster: auf gute Gelegenheit gewartet, zum Bahnhof gelaufen, in den nächsten Zug eingestiegen und in die Welt gefahren…naja, zumindest bis ich vom Kontrolleur erwischt und (meistens von der Polizei) nach Hause gebracht wurde. Da sich dieses Szenario ständig wiederholt hat, schaltete sich irgendwann das Jugendamt ein.

So kam es, dass ich mit 9 in ein Kinderheim kam. In meinen ersten Monaten in dieser Einrichtung wurde eine groß angelegte Diagnostik durchgeführt (siehe PDF unten), deren Ergebnis „Verdacht auf Asperger-Autismus“ lautete. Weder ich noch meine Eltern wurden von den Erziehern ausreichend über die Diagnose und mögliche Anzeichen für autistische Verhaltensweisen aufgeklärt. Dennoch habe ich mich einigermaßen konventionell entwickelt – ich habe soziale Regeln und Normen verinnerlicht, das Abitur bestanden und bin sogar im Besitz einer Fahrerlaubnis.

Nichtsdestotrotz habe ich, wenn ich die vergangenen Jahre resümiere, einige Differenzen an mir bemerkt, die mich von anderen Gleichaltrigen abgrenzen – ich war immer sehr introvertiert, hatte bis zu meinem 14. Lebensjahr keine Freunde und hatte eigenartige Interessen. Auch die Tatsache, dass ich das einzige „Ausländer-Heimkind“ in der Schule war (meine Familie kommt aus Polen), hat mich im Sozialleben der Schule immer sehr belastet und führte auch zu regelmäßigem Mobbing. Nachdem ich 2007 nach Görlitz an die polnische Grenze gezogen bin, habe ich 1-2 Freunde gefunden, die mich aufgenommen und akzeptiert haben – ansonsten hat sich nichts geändert.

Doch seit ich nicht mehr zur Schule gehe (also seit ca. 3 Jahren) und auch nicht mehr unter der Obhut der Jugendhilfe lebe, habe ich größere Veränderungen und Auffälligkeiten an mir bemerkt. Nachdem die meisten meiner Mitschüler in andere Städte gingen, um zu studieren, wollte ich in Görlitz bleiben und „auf mir bekanntem Terrain“ eine Ausbildung starten. Der Kontakt zu den Mitschülern (auch zu meinen Freunden) nahm rapide ab. Als ich von der Ausbildungsstätte nach nur 4 Wochen gekündigt wurde, habe ich komplett dicht gemacht, d.h. von der Außenwelt abgeschottet, nur noch rausgegangen wenn ich Essen o.Ä. brauchte, Telefon und Klingel ignoriert usw usw….auch ein späteres Wirtschaftsstudium habe ich nach 1 Semester abgebrochen, zuviel Stress, zuwenig Interesse an der Thematik. Irgendwann hat sich dann eine (offensichtliche) Depression „dazugesellt“, sodass ich kurz vor Weihnachten an einem Punkt „ganz weit unten“ war: keine Hoffnung, keine Perspektive, sinnlos in den Tag hineingelebt.

Dann kam allerdings der entscheidene Wendepunkt. 2 Wochen vor Weihnachten fand ich zufällig beim sortieren alter Dokumente diesen Befund. Nachdem ich mich im Internet ausführlich über die vielen Erscheinungsformen vom Asperger-Syndrom (AS) informiert habe und die Anzeichen/Verhaltensweisen mit mir selbst abgeglichen habe, stand für mich persönlich fest: Das muss es sein. Warum der Verdacht nie abgeklärt wurde, weiß ich nicht, und ich will erstmal auch keine Kraft mit Schuldzuweisungen vergeuden.

Das ist die grobe, sehr auf das Wesentliche beschränkte Vorgeschichte. In diesem Blog möchte ich nun schildern, wie ich mit der (Verdachts-)Diagnose zurechtkomme, wie sie mich in dier relativ kurzen Zeit seit weihnachten verändert hat und was ich nun an meinem Leben(sstil) ändern möchte.

Falls es Unklarheiten gibt oder solltet ihr Fragen zu meiner Vorgeschichte haben, schreibt einfach einen Kommentar.  Weitere Einträge folgen 😉

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